Plankton in unzähligen Variationen

Die argentinische Künstlerin Irene Kopelman (Córdoba, 1974) ist fasziniert von Plankton, den mikroskopisch kleinen Meeresorganismen ganz am unteren Ende der Nahrungskette. Mit großem Feingefühl hält Kopelman fest, was sie unter dem Mikroskop sieht: Plankton in unendlich vielen Variationen, konstant in Bewegung. Die Kombination von Wissenschaft und Kunst bringt subtile Zeichnungen hervor, welche den Zustand der heutigen Zeit verdeutlichen und den Klimawandel sowie die Zerstörung der Ökosysteme veranschaulichen. Die Künstlerin zeigt in dieser Ausstellung Zeichnungen und Glasskulpturen, die sie im Laufe ihrer Studie für das „Koninklijk Nederlands Instituut voor Onderzoek der Zee - NIOZ“ (königliche niederländische Institut für Meeresforschung) auf Texel anfertigte.

Klimawandel und Entwicklung des Planktons

Der Forscher Marcel Wernand brachte Irene Kopelman während ihres Aufenthalts in der Pumpstation in Den Helder (2016) zum ersten Mal in Kontakt mit dem NIOZ. Seit April 2019 ist sie jeden Monat auf Texel, um das Wachstum und die Bewegungen von Plankton sowie die Auswirkungen zu untersuchen, die der Klimawandel auf diese Organismen hat. Welchen Effekt haben Veränderungen des Lichts und der Temperatur auf die Planktonpopulation? Was erzählen uns die Formen und Muster von Plankton?

Zeichnungen und Skulpturen

Kopelman legt ihre Beobachtungen in Zeichnungen und Glasskulpturen fest, die zusammen einen Jahreszyklus darstellen. Ihre Arbeit lässt ihre Kenntnisse und ihre Liebe zur Geschichte der Malerei erkennen. Die Planktonzeichnungen erinnern an die abstrakte Malerei vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.

 

Irene Kopelman lebt und arbeitet in Amsterdam. Sie hat in den vergangenen zwanzig Jahren überall auf der Welt Landschaften und Ökosysteme untersucht und diese Arbeit resultierte in Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und Publikationen. Seit Februar 2020 arbeitet sie gemeinsam mit dem „Institute of Research on Cancer and Aging in Nice - IRCAN“ (Forschungsinstitut für Krebs und Alterung in Nizza) und dem „Institut de la Mer de Villefranche IMEV“ (dem Meeresinstitut von Villefranche) an einem neuen Projekt.

 

Dank an das Königlich Niederländische Institut für Meeresforschung (NIOZ), Texel